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Die Wertschöpfung des Photovoltaiküberschusses: eine neue Energiechance

Von Philippe Van Lil in Planet Business
29. Juni 2026 durch
Die Wertschöpfung des Photovoltaiküberschusses: eine neue Energiechance
Soliseco (Metop Engineering), Loic Van de Put

Die Wertschöpfung des Photovoltaiküberschusses: eine neue Energiechance


Nach der massiven Welle von Photovoltaikanlagen tritt die Energiewende in eine Optimierungsphase ein. Emilien Feron, CEO von Soliseco, schlägt eine geniale Lösung vor, um den Eigenverbrauch zu maximieren: den Überschuss an Elektrizität in thermische Energie umzuwandeln. Ein Ansatz, der sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch ist.

Emilien Feron

CEO

Soliseco

Jahrelang war das Hauptziel, die Dächer mit Solarpanelen zu bedecken. Heute, angesichts der Netzüberlastung und der manchmal negativen Einspeisetarife – bei denen der Erzeuger zahlen muss, um seinen Strom ins Netz einzuspeisen – hat sich die Priorität geändert. „Die zweite Phase der Wende besteht darin, so viel wie möglich selbst zu konsumieren“, betont Emilien Feron. „Zu diesem Zweck zielt unsere Lösung darauf ab, den Photovoltaiküberschuss in Warmwasser und Wärme umzuwandeln.“

Das Prinzip ist leicht zu verstehen: Sobald ein Haushalt beginnt, Energie ins Netz zurückzuspeisen, erfasst das Soliseco-System diesen Überschuss, um das Heizsystem oder die Produktion von Warmwasser zu versorgen. Universell passt sich das Gerät an jede vorhandene Heizung an, egal ob sie mit Gas oder Heizöl betrieben wird.

Zu diesem Zweck zielt unsere hybride Lösung darauf ab, die Produktion von Warmwasser und Wärme aus dem Photovoltaiküberschuss zu steuern.

Die thermische Speicherung, eine rentable Alternative zu Batterien

Wenn elektrochemische Batterien oft hervorgehoben werden, plädiert Emilien Feron für eine pragmatischere und zugänglichere Sichtweise: „Die Kilowattstunde thermischer Speicherung kostet 3 bis 10 Mal weniger als die in einer klassischen Batterie gespeicherte Kilowattstunde. Für einen Haushalt ist die Einsparung konkret: zwischen 2 und 6 Litern Heizöl, die pro Tag eingespart werden. “ Im Laufe des Jahres gesteht uns der CEO, dass er seinen Gasverbrauch um 60 % reduziert hat, was es ihm ermöglicht, die Heizung 6 bis 8 Monate im Jahr abzuschalten.

Diese Lösung richtet sich an Privatpersonen, KMU und Kommunen, mit einem wichtigen wirtschaftlichen Anliegen: Die Prozesse der Unternehmen sind oft energieintensiv. „Durch die Vermeidung von Verlustinjektionen und die Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Energien ist die Amortisation schnell.“

Mit Sitz in Wavre setzt Soliseco auf eine starke lokale Verankerung; das System wird vollständig in Wallonien produziert. Seit seiner Gründung im Jahr 2022 verzeichnet das Unternehmen ein schnelles Wachstum, mit bereits über 100 funktionierenden Systemen und einer aktiven Entwicklung in Richtung Luxemburg und die Niederlande. „Man muss pragmatisch bleiben und schrittweise dekarbonisieren“, schließt Emilien Feron. Eine Philosophie, die einen Markt anspricht, der nach einfachen, universellen und erschwinglichen Lösungen sucht.


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